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Endlich schneit es!

Ende Jänner und bei uns im Garten blühen die Gänseblümchen. Es ist so warm, dass man am Nachmittag auf der Terrasse mit kurzärmeligen T-Shirt die Sonne genießen kann.

Foto vom 22. Jänner 2014
Foto vom 22. Jänner 2014

Für mich persönlich ist es so, dass ich alle Jahreszeiten gerne mag.

 

Den Frühling liebe ich mit seiner besonders erweckenden Energie, wo alles zu leben beginnt. Die Tage deutlich länger und heller werden. Wo man förmlich spürt wie alles an Kraft gewinnt. Man bekommt selber Lust zu leben und aufzublühen.

 

Den Sommer liebe ich sowieso, bin ja im August geboren, von daher ist er genau mein Element. Die Hitze, das Wasser - die Ferien der Kinder, einfach genießen. Die Pflanzen und Blumen stehen in ihrer vollen Lebenskraft.....und ich auch.

 

Den Herbst liebe ich deshalb, weil diese wundervolle Farbenpracht unsere gesamte Umgebung außergewöhnlich ziert. Alles, das sich das ganze Jahr über darauf vorbereitet hat, kann jetzt geernten und genossen werden. Überaus reiche Fülle wird uns dargeboten......und alles bereitet sich darauf vor, zur Ruhe zu kommen.

 

Den Winter, mußte ich erst lieben lernen. Heute gebe ich mich den Fluß der Natur hin, und nehme diese Jahreszeit als Ruhepol hin. Die Tage sind kurz, die Abende im Haus mit der Familie ist genau das, was jetzt im Vordergrund steht.

Alles hat sich zurückgezogen, macht Pause um wieder neu und in ganzer Kraft erwachen und erblühen zu können.

Foto vom 31. Jänner 2012
Foto vom 31. Jänner 2012

Am 31. Jänner beginnt es endlich zu schneien. All jene, die sich die letzen Wochen beklagten, dass es heuer keinen Schnee gibt, jubeln jetzt laut.

Rundherum ist alles mit einer strahlend weißen Decke überzuckert, dick überzuckert. Es sieht so wundervoll schön aus. Die Welt hat sich so, in dieser weißen Pracht gänzlich verändert. Kaum wiederzuerkennen. Dennoch so vertraut.

Alles ist still, kein Vogelgezwitscher ist zu hören, kein Kindergeschrei, nichts. Die Flocken tanzen lautlos vom Himmel auf unsere Erde nieder, sie verzaubern unsere bunte Welt in ein eintöniges aber prachtvolles Meer aus reinem Weiß.

 

Doch hört es tagelang nicht auf zu schneien. Bäume halten die schwere Last nicht aus und stürzen einfach um. Mancher Orts gibt es Stromausfälle, die länger als ein paar Stunden dauern. Ebenso sind viele Menschen überhaupt von der Außenwelt abgeschnitten. Keiner kommt hin, keiner kommt weg. Die Schulen werden vorübergehend geschlossen......

 

Die Kinder freuen sich darüber. Endlich können Schneemänner gebaut werden, einfach nur in den Schnee springen, ganz unbekümmert und nach Lust und Laune.

Neben unserem Haus gibt es einen kleinen Hang, dort treffen sich in diesen Tagen alle Kinder aus unserem Dorf. Mit Schlitten, Bob oder einfach nur Sackerln bewaffnet, wird dort gerutsch, getobt und mit Schneebällen geschossen.

 

 

Ich wünsche ALLEN, denen es im Moment nicht so gut geht, weil die Schneelast zu viel geworden ist, von Herzen alles Gute und dass sie bald wieder aufatmen können, indem der Alltag wieder die gewohnte "Normalität" bringt.

 

.....und den Rest wünsche ich, dass sie den Augenblick genießen und sich den Fluß des Lebens hingeben um mit dem *Strom zu schwimmen und nicht dagegen ankämpfen, denn so ist es wesentlich schöner, leichter und genußvoller!

 

Zu guter letzt möchte ich mich persönlich ganz herzlich bei allen bedanken, die schon seit Tagen und Nächte unermüdlich im Einsatz sind.

Die Straßen, Gehsteige und Dächer von den Schneemengen entlasten, umgefallene Bäume beseitigen, wieder für Strom sorgen und an die Grenzen ihrer körperlichen und mentalen Belastungen stoßen. DANKE!

 

 

*mit dem Strom zu schwimmen, ist natürlich ausschließlich jener Strom gemeint, gegen den man sowieso nichts tun kann, weil es eben so ist, wie er ist! z.B. das Wetter, die Jahreszeiten, die Zeitqualitäten ......